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Malaria auf Bali

Bali, im indonesischen Archipel gelegen, ist ein exotisches Reiseziel. Wie in vielen anderen Regionen unserer Erde sind auch hier zahlreiche Tropenkrankheiten weit verbreitet, allen voran die Malaria. Um sich ausreichend vor Krankheiten und ihren teils schweren Folgen schützen zu können, sind umfangreiche Informationen und eine fundierte Beratung durch den Haus- oder Tropenarzt notwendig.

Verbreitung von Malaria auf Bali

Das Klima auf Bali ist tropisch und damit der ideale Nährboden für Malariaerreger. Die größeren Städte und die südlichen Küstengebiete Balis sind weitestgehend malariafrei. Ein erhöhtes Risiko besteht in den Waldgebieten im Westen der Insel, speziell im Bali Barat Nationalpark und in einigen anderen Regionen, die jedoch nur von Trekking-Touristen im Rahmen von Touren besucht werden. In einigen ländlichen Regionen und Sumpfgebieten sollte man sich besonders schützen. Auch auf den Gili Islands, einem beliebten Urlauberziel westlich von Lombok, treten in den letzten Jahren vermehrt Fälle von Malaria auf. Nachdem die Krankheit auf der Insel fast verschwunden war, ist sie nun leider wieder auf dem Vormarsch. Das Malariarisiko besteht hier ganzjährig, wird aber von der Weltgesundheitsorganisation WHO allgemein als sehr gering eingestuft, wenn man sich nicht gerade in speziellen Risikogebieten aufhält.

Malaria auf Bali

Die Anopheles Mücke ist für die Übertragung von Malaria verantwortlich

Welche Erreger gibt es auf Bali?

Die Erreger werden von verschiedenen Gattungen der tropischen Anopheles-Mücke übertragen. Deren Weibchen stechen hauptsächlich während der Dämmerung und nachts. Insgesamt gibt es vier Arten von humanpathogen Malariaerregern, von denen allerdings nur zwei in den Regionen Balis vorkommen. Die verbreitetste und bedrohlichste Malariaform ist mit 66 Prozent die Malaria Tropica mit dem Erreger Plasmodium falciparum, deren Krankheitsverlauf unbehandelt zum Tode führt. Die andere Malariaform Balis ist Malaria Tertiana, ausgelöst durch den Erreger Plasmodium vivax. Im Falle einer Erkrankung kann die Art des Erregers nur durch mikroskopische Diagnostik eindeutig bestimmt werden.

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Die Symptome und der Verlauf

Die ersten Anzeichen einer möglichen Malariaerkrankung sind hohes Fieber, das frühestens eine Woche, aber auch erst mehrere Monate nach dem Kontakt mit einem Malariaerreger auftreten kann, Schwäche und allgemeines Unwohlsein. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 7 bis 30 Tage. Die Tropica-Form wird begleitet von Kopf- und Muskelschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Husten und abdominalen Schmerzen. Die Schübe treten in unregelmäßigen Abständen auf. Oft sind die ersten Symptome denen einer normalen Grippeinfektion sehr ähnlich. Im späteren, unbehandelten Krankheitsverlauf folgen Organausfälle wie Nierenversagen, Krämpfe und Kreislaufkollaps bis hin zum Koma. Wenn diese Malariaform nicht behandelt wird, verläuft sie in jedem Fall tödlich.

Die zweite Malariaausprägung (Malaria Tertiana), zeichnet sich durch heftige Fieberschübe, die in regelmäßigen Abständen von bis zu 4 Tagen immer wiederkehren, und durch starken Schüttelfrost aus. Frost-, Hitze- und Schweißstadium wechseln sich im Stundentakt ab. Die Mal. Tertiana hat eine Inkubationszeit von 12 bis 18 Tagen, in wenigen Fällen auch länger. Auch sie kann in schweren Fällen unbehandelt zum Tode führen. Besonders bei geschwächten und älteren Menschen und Kindern nimmt die Erkrankung oft einen schwereren Verlauf.

In beiden Fällen sollte man bereits bei den ersten Anzeichen ein Tropeninstitut oder einen auf Reisemedizin geschulten Arzt aufsuchen, um schnellstmöglich mit der Behandlung zu beginnen.

Vorbeugender Schutz

Da die Anopheles-Mücken hauptsächlich abends und nachts auf Beutezug gehen, empfiehlt sich während dieser Zeit ein ausreichender Mückenschutz für die unbedeckten Hautstellen. Beim Kauf des richtigen Präparates sollte man sich ruhig auf die Erfahrungswerte der Einheimischen verlassen. Ebenso wichtig ist lange, feinmaschige Kleidung, die ein Durchstechen verhindert. Moskitos meiden Kälte. In klimatisierten Räumen ist man daher relativ sicher. Wer in einfacheren Unterkünften wohnt, kann sich zusätzlich durch engmaschige Moskitonetze schützen. Für die Räume gibt es verschiedene insektentötende Mittel wie Räucherkerzen oder Räucherspiralen, die überall auf der Insel zum Kauf angeboten werden.

 

2 comments

  1. Die Gili-Inseln liegen wenn dann westlich von Lombok, aber nicht westlich von Bali, Freunde!

  2. Bali-Reisetipps-Team

    Hallo Klaus,

    vielen Dank für deinen Hinweis. Du hast natürlich recht, bitte entschuldige den Fehler.

    Wir haben den Fehler im Text nun korrigiert!

    Viele Grüße

    Dein Bali-Reisetipss-Team

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