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Malaria auf den Inseln Lombok und den Gili Islands

Die Vulkaninsel Lombok und das tropische Badeparadies, die Gili Islands, gehören zu den schönsten Reisezielen im indonesischen Archipel. Leider sind gerade diese Inseln auch Hauptrisikogebiete für die Verbreitung von Malaria. Wer eine Reise in diese Regionen plant, sollte sich ausführlich von einem Arzt oder in einem Tropeninstitut über mögliche Risiken und vorbeugende Maßnahmen beraten lassen, damit die schönsten Tage des Jahres nicht in schlechter Erinnerung bleiben.

Verbreitung und Risiko auf Lombok und den Gili Islands

Fast auf allen Inseln östlich von Bali, dazu zählen auch Lombok und die Gili Islands, besteht laut WHO ein sehr hohes Risiko für die Ausbreitung von Malaria. Das tropische, feuchte Klima bildet die ideale Brutstätte für die Malariaerreger. Das Risiko besteht ganzjährig, da es auch während der Trockenzeit immer noch tropisch feucht ist.

Auf Lombok ist der Malariaerreger in allen Gegenden unterhalb von 1.000 Metern Höhe verbreitet. Das betrifft fast die gesamte Insel, mit Ausnahme des Vulkans Rinjani. Weitestgehend malariafrei sind die Großstädte Mataram, Ampenan und Cakranegara im Westen der Insel. Das höchste Risiko, sich zu infizieren, herrscht in den feuchten Bergwäldern des Gunung Rinjani-Nationalparks, in den zahlreiche Trekkingtouren führen. Ebenfalls stark betroffen sind die feuchten, fruchtbaren Ebenen im südlichen Teil der Insel, wo sich auch der beliebte Badeort Kuta befindet.

Auf den paradiesischen Gili Islands, die nur knapp über dem Meeresspiegel liegen, besteht das Malariarisiko auf den gesamten Inseln. Es gibt viele kleine Feucht- und Sumpfgebiete auf den Inseln, die einen perfekten Nährboden für diese Krankheitserreger bilden. Während der Regenzeit von November bis Februar ist das Risiko besonders hoch, aber auch in den anderen Monaten gibt es keine vollständige Entwarnung.

Erreger von Malaria

Von den vier weltweit bekannten Malariaerregern kommen nur zwei auf Lombok und auf den Gili Islands vor. Mit rund 67 Prozent ist der Erreger Plasmodium Falciparum, der die Malaria Tropica hervorruft, am verbreitetsten. Der zweite Erreger ist Plasmodium vivax, der die Tertiana Variante nach sich zieht. Beide Erreger werden durch die Anopheles-Mücke übertragen, die speziell in der Dämmerung und während der Nacht auf Beutezug geht.

Symptome

Die ersten Anzeichen einer Malariaerkrankung gleichen oft einem grippalen Infekt und sind daher von Laien schwer erkennbar. Eine sichere Diagnose kann nur ein Mediziner stellen.

Die Malaria Tropica beginnt, nach einer Inkubationszeit von 7 bis 30 Tagen, mit hohem Fieber, dass von starken Kopf- und Gliederschmerzen, Erbrechen, Durchfall und Husten begleitet wird. Sollte in diesem Stadium keine Behandlung erfolgen, kommen schwere Organausfälle, Muskelkrämpfe und Kreislaufausfälle bis hin zum Koma hinzu. Bei den ersten Symptomen sollte daher sofort ein Arzt aufgesucht werden, da die Malaria Tropica unbehandelt immer zum Tod führt!

Die Malaria Tertiana macht sich durch heftige Fieberschübe und Schüttelfrost bemerkbar. Nach einer Inkubationszeit von 12 bis 18 Tagen kehren diese Fieberattacken in einem regelmäßigen Rhythmus von vier Tagen immer wieder. Die Malaria Tertiana muss unbedingt medikamentös behandelt werden, da sie gerade bei älteren und geschwächten Menschen oft einen sehr schweren Verlauf, bis hin zum Tod, nehmen kann.

Vorbeugender Schutz

Auf Lombok werden seit einiger Zeit Chemikalien eingesetzt, mit denen betroffene Gebiete von der Luft aus besprüht werden. Damit konnte das Malariarisiko besonders in den Großstädten weitestgehend eingeschränkt werden. In den ländlichen Gebieten und an den Küsten sollte man geeignete Vorsichtsmaßnahmen treffen, um sich vor dem Angriff der Anopheles-Mücke zu schützen.

Oft reicht es schon, sich in den Abendstunden mit leichten, langen Sachen zu bekleiden, um den Attacken der hartnäckigen kleinen Blutsauger zu entgehen. Unbedeckte Hautstellen sprüht man am besten mit einem geeigneten Mückenschutzmittel ein. In den Restaurants werden oft Räucherspiralen unter den Tischen der Gäste aufgestellt, um die hungrigen Biester abzuhalten. In den Hotelzimmern sollte man nachts die Klimaanlage einschalten, da die Mücken sehr kälteempfindlich sind. In einfachen Unterkünften ist meistens ein Moskitonetz vorhanden.

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Malariamedikamente können nach Absprache mit einem Tropenarzt als Stand-by-Medikament während der Reise mitgeführt werden.

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