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Die Geschichte von Bali

Archäologische Funde beweisen, dass bereits in der Altsteinzeit Menschen auf Bali gelebt haben. Um circa 2.500 v. Chr. kamen die ersten Einwanderer aus Südchina auf die Insel und ließen sich dort nieder. Eine zweite Einwanderungswelle folgte in der Geschichte der Insel in den Jahren 500 bis 100 v. Chr. Aus dieser Zeit stammen animistische Glaubensformen, die noch in einigen wenigen Dörfern auf Bali praktiziert werden. Die Anhänger dieser Religion bezeichnen sich als „Bali Aga“, was soviel heißt wie „Ursprüngliches Bali“.

Früher Einfluss durch chinesische Einwanderer

Der Einfluss Chinas in dieser frühen Phase der balinesischen Geschichte zeigte sich hauptsächlich in der Wirtschaft. So wurden auf der Insel von den Händlern ausschließlich chinesische Münzen gebraucht. Kulturell nahm der Einfluss Indiens ab dem 7. Jahrhundert zu. Buddhismus und Hinduismus begannen, sich auf Bali auszubreiten.

Das erste Königsreich

Schriftliche Quellen belegen, dass es bereits um 990 ein balinesisches Königreich gegeben haben muss. Ab dem 13. Jahrhundert dehnten die Herrscher der wesentlich größeren Nachbarinsel Java ihren Machtbereich zunehmend auch auf Bali aus. Im 15. Jahrhundert feierte der Islam seinen Siegeszug auf Java. Die hinduistische Elite musste 1478 nach Bali fliehen und übernahm dort die Herrschaft. Es kam zur Gründung der Gelgel-Dynastie mit der Hauptstadt Klungkung, die bis ins 17. Jahrhundert fortbestand. Die Herrscher der Gelgel-Dynastie setzten in den einzelnen Provinzen Regionalfürsten ein, die so genannten Rajas. Diese bauten ihre Macht häufig zu weiteren kleinen Königreichen aus.

Geschichte der Kolonialzeit

Bereits ab dem 17. Jahrhundert waren die Niederländer auf der Insel präsent. Allerdings übernahmen sie erst 1846 vollständig die Macht. Da sich einige Rajas weigerten, freiwillig abzutreten, kam es teilweise zu blutigen Kämpfen, bei denen Tausende von Balinesen im Kugelhagel der Niederländer starben. Die Kolonialherren beuteten die Ressourcen der Insel konsequent aus. Eine besonders wichtige Einnahmequelle war dabei der Opiumhandel.

Nach der Seeschlacht in der Straße von Badung im Februar 1942 annektierten die Japaner während des Zweiten Weltkriegs Bali. Sie nutzten die Insel hauptsächlich als Stützpunkt, um von dort andere Ziele wie die Nachbarinsel Java anzugreifen.

Die Geschichte änderte sich abrupt, als der neue indonesische Präsident Sukarno am 17. August 1945 die Unabhängigkeit seines Landes erklärte. Bali gehört seitdem zu Indonesien, obwohl die Niederländer den Verlust ihrer Kolonie zunächst nicht akzeptieren wollten und es noch vier weitere Jahre dauerte, bis sie die Insel endgültig räumten.

1963 führte der Ausbruch des Vulkans Agung auf der Insel zu einer riesigen Katastrophe. Zahlreiche Menschen verloren ihr Leben, andere ihre Lebensgrundlage. Sie waren dadurch gezwungen, in andere Teile Indonesiens auszuwandern.

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Aktuellere Ereignisse

In der aktuelleren Geschichte kann es 2002 und 2005 zu Sprengstoffanschlägen islamistischer Terroristen auf der Insel, bei denen etliche Menschen getötet oder verletzt wurden, darunter auch viele Ausländer. Der Tourismus als Haupteinnahmequelle der balinesischen Wirtschaft brach daraufhin zusammen und erholt sich derzeit langsam wieder.

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