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Malaria-Prophylaxe auf Bali

Auf der indonesischen Götterinsel Bali herrscht ganzjährig ein relativ geringes Malaria-Risiko. Deshalb ist das Mitführen von Stand-By-Präparaten oft ausreichend. Diese Entscheidung ist jedoch abhängig von der Art der Reise und den zu bereisenden Regionen und sollte daher unbedingt in Absprache mit einem Arzt oder dem Tropeninstitut getroffen werden.

Nicht-medikamentöse Prophylaxe (nicht nur auf Bali)

Grundsätzlich beugt man den Stichen der Malaria übertragenden Anopheles-Mücke generell am besten vor, indem man lange, engmaschige Kleidung trägt und Moskitonetz und Mückenschutzmittel einsetzt. Sollte man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch von den kleinen blutsaugenden Monstern erwischt werden und es besteht der Verdacht, sich infiziert zu haben, ist es unbedingt erforderlich, dass man sofort einen Arzt aufsucht.

Alternative in Form von Stand-By-Medikamenten

Als Stand-By-Therapie wird das Mitführen von Malariamedikamenten bezeichnet, die im Fall einer Erkrankung sofort zur Unterstützung des Immunsystems eingenommen werden können. Die Einnahme dieser Präparate bildet allerdings nur eine temporäre Unterstützung und ersetzt nicht das sofortige Aufsuchen eines Krankenhauses oder eines Arztes.

Da die Inkubationszeit der verschiedenen, auf Bali vorherrschenden Malariaarten, zwischen 7 und 30 Tagen beträgt, empfiehlt sich die Mitnahme von Stand-By-Präparaten nur für längere Reisen ab einem Reisezeitraum von mindestens drei Wochen. Der Vorteil von dieser Art von Medikamenten ist, dass der Körper während der Reise nicht unnötig mit den relativ gravierenden Nebenwirkungen einer dauerhaften Prophylaxe belastet wird, im Notfall jedoch sofort eine geeignete Medikation zur Verfügung steht.

Malaria Prophylaxe für Bali

Malaria Prophylaxe kann sehr einfach sein

Dauerhafte Malaria-Prophylaxe

Im Allgemeinen genügt es, für Bali ein Stand-By-Medikament im Reisegepäck zu haben. Wem das nicht genügt, der kann auch eine Chemoprophylaxe durchführen. Hierbei wird das Malariamedikament schon vor Reisebeginn und während der gesamten Reise auf Bali über eingenommen. Diese Methode bietet zwar einen relativ guten Malariaschutz, die Nebenwirkungen sind jedoch abhängig vom Medikament oft beträchtlich.

Leider haben viele Malaria-Stämme in den letzten Jahren eine Resistenz gegen bestimmte Wirkstoffe entwickelt, weshalb auf Chloroquin basierende Medikamente für Bali nicht mehr zum Einsatz kommen. Dazu gehören zum Beispiel Resochin und Quensyl, deren Wirkung nutzlos ist. Alle hier aufgeführten Malariamedikamente sind verschreibungspflichtig und können sowohl als Stand-By-Medikamente als auch zur Chemoprophylaxe verwendet werden.

Lariam

Lariam gehört zu den wohl bekanntesten Malaria-Medikamenten. Entwickelt wurde das Medikament ursprünglich zur direkten Behandlung bei Malaria, wird aber heute auch zur Prophylaxe angewandt. In den handelsüblichen Packungsgrößen befinden sich 8 Tabletten, von denen eine in der Woche zur Prophylaxe eingenommen wird. Lariam wirkt auf der Basis von Mefloquin, das den Malariaerreger abtötet.

Lariam hat relativ hohe Nebenwirkungen, die sich auch auf die Fahrtüchtigkeit auswirken. Hinzu kommen in einigen Fällen Herz-Kreislauf-Störungen, Durchfall, Erbrechen und Schwindel. Um die starken Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auszuschließen, sollten dem verschreibenden Arzt alle Medikamente bekannt sein, die der Patient einnimmt.

Malarone

In Malarone sind zwei die beiden Wirkstoffe Atovaquon und Proguanil enthalten, die sowohl zur Prophylaxe als auch zur Behandlung der Malaria Tropica geeignet sind. Malarone weist sehr geringe Nebenwirkungen auf, wodurch der Körper kaum belastet wird. Ein weiterer Vorteil ist die uneingeschränkte Verkehrstüchtigkeit. Es gibt kaum Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Malarone wird als das beste Malariamedikament für Bali eingestuft, allerdings ist es sehr preisintensiv bzw. teuer.

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Paludrine

Der Wirkstoffe von Paludrine ist Proguanil, das in das Enzymsystem des Erregers eingreift. Das Medikament kann zur Behandlung und zur Chemoprophylaxe eingesetzt werden. Paludrine ist in Darreichungsform von 100 Tabletten pro Packung auf dem Markt. Üblich ist die Einnhame von zwei Tabletten am Tag. Einschränkungen im Straßenverkehr sind bei diesem Medikament nicht bekannt.

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