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Nusa Penida

Südöstlich von Bali liegt die 200 Quadratkilometer große Insel Nusa Penida. Viele Tagesausflügler besuchen täglich die dortigen spektakulären Tauchgründe. Vom balinesischen Hafen Padang Bai aus kann man in 30 bis 90 Minuten mit Schnellbooten und Fähren übersetzen. Die raue Schönheit und die vielfältige Unterwasserwelt laden auch zu längeren Aufenthalten ein.


Allgemeines und Tourismus auf der Insel

Anders als auf den Nachbarinseln Nusa Lembongan und Ceningan, ist ein Großteil der Bevölkerung moslemisch. Der Aberglaube, dass der Riese Jero Gede Mecaling, der Unglück über Bali bringt, auf der Insel wohnen soll, hält viele Balinesen von hier fern. Die Insulaner sprechen einen alten Dialekt, der auf Bali kaum noch zu hören ist. Auch Musik, Tanz und Architektur weisen maßgebliche Unterschiede im Vergleich mit der balinesischen Kultur auf.

Die Insel ist trocken und felsig und die karge Vegetation besteht aus Kakteen und Hartlaubgewächsen. Die Bewohner leben hauptsächlich vom Fischfang und vom Algenanbau. In fast allen seichten Buchten kann man die Algenfelder sehen, weshalb das Baden an einigen Stränden nicht möglich ist.

Die touristische Infrastruktur ist auf Nusa Penida weniger ausgeprägt als auf den anderen balinesischen Inseln. Es gibt einige kleine Dörfer und ein bescheidenes Straßennetz, das sich über die Insel schlängelt. Bemos und kleine Lastwagen verkehren zwischen den Dörfern. Die einfachen Gästehäuser und Bungalows beschränken sich auf die Strände Toyopakeh und Sampalan an der Nordküste von Nusa Penida. Zahlreiche Warungs und der Nachtmarkt in Sampalan bieten typisch indonesische Küche an, an den Stränden gibt es frische Seafood-Gerichte. Allerdings sucht man Restaurants mit westlicher Küche vergeblich. Auf Nusa Penida gibt es kein Nachtleben im touristischen Sinne. Die wenigen ATMs sind oft außer Betrieb, weshalb man genügend Bargeld dabei haben sollte.

Sehenswürdigkeiten auf Nusa Penida

Goa Giri Putri an der Ostküste ist eine beeindruckende Tropfsteinhöhle mit skurrilen Kalksteinformationen und imposanten Stalaktiten. Die Höhle wird von den Hindus als Meditationsstätte und Opfertempel genutzt, deshalb ist das Tragen eines Sarongs beim Besuch unumgänglich.

Pura Penataran Ped ist die größte hinduistische Tempelanlage auf Nusa Penida und ein besonderer Wallfahrtsort. Die Anlage beherbergt einen Schrein, der Schutz vor Krankheit und Tod durch Schwarze Magie verleihen soll.

Auf der östlichen Küstenstraße befinden sich mit Pura Batu Kuning und Pura Batu Medahu zwei weitere sehenswerte Tempel.

Der Mundi Hill ist mit 521 Metern die höchste Erhebung der Insel. Auf dem Hügel thront der Puncak Mundi Tempel, von dem man einen spektakulären Blick über das Gebiet bis nach Bali hat.

Weitere Freizeitangebote und -aktivitäten

Die meisten Touristen kommen hierher, um einige der weltbesten Tauchgründe zu erkunden. Hier leben rund 250 Korallen- und über 500 Fischarten, darunter auch der seltene Mondfisch Mola Mola und verschiedene Manta-Rochen und Haie. Starke Meeresströmungen setzten beim Tauchen ein gewisses Maß an Erfahrung voraus. Kristallklares Wasser ermöglicht eine Sichtweite von bis zu 40 Metern. Der beste Tauchspot für Großfische ist Blue Corner an der Ostküste. Neben Mantas und Haien können hier an den Steilwänden Schildkröten, Tropenfische und mit etwas Glück auch Mondfische beobachtet werden.

Außerdem ist es ein ideales Reiseziel für Trekkingtouristen und Mountainbiker. Abseits der besiedelten Nordküste wird eine wilde Schönheit mit zerklüfteten Küsten und atemberaubenden Karstfelsen geboten. Zahlreiche Offshore-Felsen schmücken die wilde Südküste, die mangels Straßen schwer zugänglich ist. Einige bedrohte Vogelarten haben hier ihren Lebensplatz, unter ihnen der seltene Bali Star. Die besten Plätze für Vogelbeobachtungen finden sich im Süden und Südosten. Camping ist fast überall erlaubt.

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