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Tsunami

Das Auswärtige Amt warnt in seinen Sicherheitshinweisen zu Indonesien davor, dass die zahlreichen Inseln des Landes der permanenten Gefahr von Tsunamis ausgesetzt sind, die durch Seebeben ausgelöst werden können. Auch auf Bali besteht diese Gefahr. Warum ist das so?

Ursachen von Erdbeben und Tsunamis

Südlich der Insel Bali treffen im Meer zwei Kontinentalplatten aufeinander, die Eurasische und die Australische Platte. Das ist der Grund dafür, dass es in der gesamten Region immer wieder zu starken Erdbeben kommt. Da sie hier im Meer stattfinden, werden sie auch Seebeben genannt und können Tsunamis verursachen.

Eine reale Gefahr für Bali?

Grundsätzlich treten Tsunamis aufgrund der oben genannten Tatsache im Gebiet von Indonesien auf. Ein Beispiel hierfür ist der 26.12.2004. An diesem Tag kamen über 230.000 Menschen ums Leben, als ein Seebeben im Indischen Ozean auftrat. Dieses entwickelten vor der Insel Sumatra einen Tsunami, welcher acht asiatische Länder traf und in diesen einen erheblichen Schaden anrichtete. Bali blieb glücklicherweise verschont. Am 17. Juli 2006 ereignete sich vor der Insel Java ein weiteres Seebeben, dem ein Tsunami folgte. Über 700 Menschen kamen dabei ums Leben.

Experten rechnen damit, dass eine solche Flutwelle in absehbarer Zeit auch auf Bali treffen könnte. Betroffen wäre insbesondere der Süden der Insel. Die Welle würde dort auf wenige natürliche Barrieren stoßen, da die Gegend sehr flach ist. Hier befinden sich auch einige Zentren des Tourismus.

Immer wieder kam es auf Bali zu „normalen“ Erdbeben. Am 3. September 2012 fand das letzte statt, glücklicherweise wurde dabei niemand getötet. Nicht jedes Seebeben löst auch gleich einen Tsunami aus, statistisch gesehen tun dies nur etwa 20 Prozent. Dennoch ist die Gefahr durchaus real und sollte auch nicht unterschätzt werden.

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Frühwarnsystem

Mit deutscher Unterstützung wurde vor der Küste von Indonesien ein Tsunami-Frühwarnsystem installiert. Es soll die Menschen rechtzeitig vor der Ankunft einer Flutwelle warnen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass das System zwar funktioniert, die Nachricht jedoch zu spät oder sogar überhaupt nicht die betroffenen Menschen erreicht. Und am Küstenstreifen von Bali müsste die Nachricht besonders schnell eintreffen, um etwas bewirken zu können, da ein potentielles Seebebengebiet nur wenige Kilometer südlich vor der Insel liegt, der Tsunami also in sehr kurzer Zeit auf bewohntes Gebiet treffen würde.

Verhalten bei Gefahr

Bei einem starken Erdbeben in Küstennähe ist es in jedem Fall ratsam, sofort einen höher gelegenen Punkt aufzusuchen. Dieser sollte erst wieder verlassen werden, wenn offiziell Entwarnung gegeben wurde.

Wenn der Meeresspiegel innerhalb kurzer Zeit entweder stark ansteigt oder fällt, kann ebenfalls ein Tsunami drohen. Auch dann sollte der Küstenbereich sofort verlassen und Zuflucht an höher gelegenen Punkte gesucht werden.

Zudem ist es immer sinnvoll, Kontakt mit anderen Menschen aufzunehmen, diese gegebenenfalls zu warnen oder Informationen zu erfragen.

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