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Erdbeben auf Bali

Der südostasiatische Raum wird immer wieder von Erdbeben getroffen. Auch die Insel Bali in Indonesien ist hiervon nicht ausgenommen. Doch warum kommt es immer wieder zu diesen Erbeben? Verantwortlich dafür ist, dass nur wenige Kilometer südlich der Insel im Meer zwei Kontinentalplatten, die Australische und die Eurasische Platte, aufeinandertreffen.

Deshalb sind auch beinahe alle Berge auf der Insel vulkanischen Ursprungs. Einige Vulkane sind bis heute aktiv. 1963 kam es beispielsweise bei dem Gunung Agung, dem höchsten Berg auf Bali, zu einem heftigen Ausbruch. Tausende verloren dabei ihr Leben und große Teile der Insel wurden verwüstet.

Das letzte große Erdbeben hat sich auf Bali am Morgen des 3. September 2012 ereignet und betrug eine Stärke von 6,4. Obwohl dabei niemand getötet wurde, gab es doch einige Verletzte und erhebliche Sachschäden.

Tsunamis durch Erdbeben auf dem Meeresgrund

Ein weiteres großes Problem im Zusammenhang mit Erdbeben am Meeresgrund sind Tsunamis. Die große Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 wurde durch ein Erdbeben im Indischen Ozean vor der indonesischen Insel Sumatra ausgelöst. Ein Seebeben vor Java (Indonesien) löste im Juli 2006 einen Tsunami aus, durch den auf der Insel mehrere hundert Menschen getötet wurden. Bali blieb bisher aufgrund seiner etwas geschützten Lage von Verwüstungen durch die gefährlichen Wellen glücklicherweise verschont.

Dennoch warnen die Experten davor, dass auch Bali in absehbarer Zeit von einem Tsunami getroffen werden könnte. Betroffen wären insbesondere die touristischen Regionen im Süden der Insel. Die Landschaft dort ist flach und einer Flutwelle stünden keine natürlichen Hindernisse entgegen.

Als Konsequenz aus den Katastrophen der vergangenen Jahre wurde vor der Südküste von Indonesien mit deutscher Hilfe ein Tsunami-Frühwarnsystem installiert. Ein potentielles Epizentrum liegt jedoch nur wenige Kilometer vor der Südküste Balis. Den Menschen bliebe deshalb nur wenig Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen.

Trotzdem sollten die Besucher der Ferieninsel Bali auf ihrer Reise nicht in Panik verfallen. Die Wahrscheinlichkeit in seinem Urlaub von einem Erdbeben oder Tsunami überrascht zu werden, ist eher gering. Aufmerksam zu bleiben, ist dennoch ratsam.

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Maßnahmen und Hinweise beachten

Im Falle eines Erdbebens oder Tsunamis gibt es einige sinnvolle Maßregeln, die es einzuhalten gilt. Während eines Erdbebens ist es wichtig, Schutz unter einer stabilen Konstruktion zu suchen. In einem Haus ist es unter einem massiven Tisch oder einem Türrahmen am sichersten. Eine panische Flucht auf die Straße sollte vermieden werden, da die Flüchtenden von herabfallenden Gegenständen getroffen und verletzt werden könnten. Nach dem Erdbeben sollte dann ein sicherer Ort aufgesucht werden.
Bei einer Tsunami-Warnung beginnt die sichere Zone erst rund 3 Kilometer im Landesinneren. Innerhalb der Gefahrenzone ist es wichtig, sofort einen höher gelegenen Punkt zu finden. Im Hotel oder einem anderen Gebäude sollte das höchste Stockwerk aufgesucht werden

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